Ludwig XIV.

Ludwig 14.

"L`Etat c`est moi" (Der Staat bin ich).

Selten hat wohl ein Monarch so zielstrebig Herrschaft und Staat ausgebaut, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst gefördert und letztlich doch die Voraussetzung für den Niedergang des Königtums geschaffen wie Ludwig XIV., der Sonnenkönig. Seine 73 Jahre andauernde Regierungszeit stellte den Höhe- und Endpunkt des Absolutismus dar. Am 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye geboren und seit 1643 König, stand Ludwig bis 1661 unter der Regentschaft der Königinmutter Anna von Österreich.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kardinalsminister Richelieu und Mazarin Frankreich bereits zur führenden Kontinentalmacht emporgehoben. Ludwig setzte mit drei Eroberungskriegen (1667-97) diese Politik fort, traf jedoch bei den europäischen Mächten auf zunehmenden Widerstand. Innenpolitisch bedeutsam waren die Zentralisierung der Verwaltung, die Entmachtung der Ständevertretung, die Erhöhung der Staatseinnahmen und vor allem die Bindung des Adels an den Hof in Versailles.

In jüngeren Jahren ein ausschweifendes Leben führend, wurde er im Alter zum Frömmler, der mit der Wiederaufnahme der Hugenottenverfolgung nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes  (1685) das Ansehen und die Wirtschaft Frankreichs schwächte. Er starb am 1. September 1715 in Versailles.


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