Es war still. In der Ferne hörte man einschlagende Granaten und Maschienengewehrfeuer. Doch sonst war es still. Nur das kleine Kind stand am Straßenrand und weinte. Doch niemand beachtete es.

Eine Kolonne Panzer rollte durch die Straße und füllte sie kurzzeitig mit Lärm. Doch niemand beachtete das kleine Kind. Die Panzer waren fort. Es war wieder still. Nur das kleine Kind weinte immer noch. Es stand auf dem Gehweg, vor einem Haus das in Trümmern lag. Zwischen den Trümmern konnte mensch den entstellten Leichnam der Mutter finden, neben einigen anderen. Das wußte das kleine Kind. Und es weinte. Es stand auf dem Gehweg und weinte.

Die Polizeipatroullie, die exakt jede Viertelstunde durch die Straße marschierte, beachtete das kleine Kind auch nicht. Es stand am Straßenrand und weinte. Ansonsten war es still.

Auf einmal kam eine größere Gruppe von Heckenschützen die Straße entlang. Jeden Augenblick konnte die Polizeipatroullie kommen...

Und sie kam. Exakt auf die Viertelstunde. Die Polizisten ließen sich auf die Straße fallen und eröffneten das Feuer. Die Heckenschützen reagierten fast genauso schnell. Heftiger Maschienengewehrlärm erfüllte die vorher so stille Straße. Das kleine Kind stand immer noch am Straßenrand und weinte. Doch niemand beachtete es. Das Gefecht war ebenso schnell fertig wie es begonnen hatte. Die Polizeipatroullie hatte keine Chance gehabt. Es wurde wieder still in der Straße.

Das kleine Kind stand nun nicht mehr. Es lag. Unter seinem Kopf bildete sich langsam eine Blutlache. Sie wurde immer schneller größer.

Das kleine Kind weinte nicht mehr. In der Ferne hörte mensch immer noch einschlagende Granaten und Maschienengewehrfeuer.

Doch sonst war es still.

Zu still...

X!


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