Kernpunkte der Nietzschen Philosophie

Nietzsche war ein starker Befürworter und Verfechter der Schopenhauerschen Philosophie, was sehr starken Einfluß auf seine eigene Philosophie hatte. Er übernahm von Schopenhauer u.a. die Ansicht, daß das Bewußtsein, die Vernunft sowie das Intellekt nur oberflächige Dinge sind, die für den vollendeten Menschen nicht relevant seien.

Einer der Kernideen Nietzsches war, daß auf dieser Welt nichts neu Erschaffen, sondern nur altes umgeformt, verändert wird.

Er ist der Ansicht,daß nichts in unseren 3 Dimensionen vergeht, sondern sich nur in einer anderen, neuen Form wiederfindet. Ein guter Vergleich ist in diesem Fall die Mathematik: 7+7=14; die Zahl 14 ist eine neue Zahl, die -in diesem Fall- aus zwei alten Zahlen entsteht. Doch die alten Zahlen verschwinden nicht, denn die neue Zahl 14 beinhaltet sie. Das heißt, sie sind nicht vergangen, sondern nur Umgeformt worden.

Er selber sagte:

(...) Diese Welt: ein Ungeheuer von Kraft, welche nicht größer, nicht kleiner wird, die sich nicht verbraucht, sondern nur verwandelt, als Ganzes unveränderlich groß (...)

Deshalb ist er auch ein radikaler Gegner der Emanzipation von Frauen gewesen. Er zeigte den Machtverlust der Männer auf, wenn Frauen mehr Macht gewinnen würden, und rief die "Männerwelt" auf, sich gegen diesen Machtverlust zu wehren.

Nietzsche propgierte von Anfang an seine Hammerphilosophie: Er zerschmettert alle alten, als falsch erkannten Werte. Er setzte ziemlich schnell "alt" mit "falsch" gleich, da er der Ansicht war, daß diese alten Werte generell überholt, veraltet sind. So propagierte er, diese alten Werte zu zerschmettern und neue, individuelle Werte zu schaffen:

"Wer ein Schöpfer sein muß im Guten und Bösen, wahrlich, der muß ein Vernichter erst sein und Werte zerbrechen"

Er sprach von einem Übermenschen, der auf fast einer Stufe mit den Göttern stehe, der dadurch entsteht, daß alte Werte zerbrochen und neue geschaffen werden:

"Tot sind alle Götter: Nun wollen wir, daß der Übermensch lebe."

Er sieht den Übermenschen als höchste Stufe der Evolution und "Sinn der Erde":

"Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch-(...)"

"Seht, ich lehre euch den Übermenschen!

Der Übermensch ist der Sinn der Erde...

Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden!

Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht.

Verächter des Lebens sind es, Absterbende und selber Vergiftete, deren die Erde müde ist: so mögen sie dahinfahren!"

 

Letztere Aussage ist sehr stark von seinem Atheismus geprägt. Denn er selbst strebte das Ideal des Übermenschens an, und das bedeutet, sich von jeglicher Unterordnung zu lösen, höchstens andere sich selbst zu unterordnen. So war es ihm nicht möglich, die christliche Kirche sowie Gott als höhere Macht anzuerkennen.

"Der christliche Gottesbegriff - Gott als Krankengott,(...), Gott als Geist - ist einer der korruptesten Gottesbegriffe (...) Gott zum Widerspruch des Lebens abgeartet (...)."

"Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Kläger in den Mund genommen hat (...). Die christliche Kirche ließ nichts mit ihrer Verderbnis unberührt, sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht. Man wage es noch, mir von ihren >humanitären< Segnungen zu reden!"

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Anmerkung:

Dies war nur der Versuch einer Darstellung Nietzsches philosophischen Kernpunkten. Es kann gut sein, das einiges von mir falsch verstanden oder interpretiert wurde, oder ich total am Sinn der Sache vorbeigerast bin.


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